
Deutschland ist einzigartig - ist für uns Heimat. Diese, unsere Heimat zu erkunden ist auch das Ziel der Exkursionen des Jahres 2010. Heimat - das sind Menschen, ihre Geschichte und Geschichten, ihre Traditionen und Bräuche. Sie schufen Bauwerke von grandioser Schönheit, Literatur von mehrhundertjährigem Bestand, komponierten Lieder, die wir nach vielen hunderten von Jahren noch heute singen. Heimat sind die Berge und Täler, Seen und Meere, sind Landschaften - von der Natur geformt. Alles dies zu erkunden, lohnt sich. Es erweitert den Horizont und schärft den Blick für das Wesentliche. Unsere Exkursionen dienen aber auch der Erholung. Was gibt es Schöneres als in gemütlicher Gemeinsamkeit bei einer Tasse Kaffee vom Bus aus die vorbeieilende Landschaft zu betrachten und sich auf das Ziel zu freuen. "Wenn einer eine Reise tut..." Zu dieser traditionellen Veranstaltung werden Ihnen einmal jährlich unsere gemeinsamen Exkursionen des vergangenen Jahres in Bild, Film und Ton noch einmal in Erinnerung gerufen und das neue Reiseprogramm vorgestellt und mitgegeben.
Auch in diesem Jahr hoffen wir auf Ihre rege Beteiligung an allen Reisen und freuen uns mit Ihnen schon heute auf wundervolle, interessante, erlebnisreiche und erholsame Tage mit den Zielen unserer Exkursionen in 2010:

- Backstein, Sand und sehr viel Wasser -

Als das erste Grün der Bäume uns grüßte, starteten wir in die Havelstadt Brandenburg. Sie entstand auf einer von der Havel umflossenen Insel zwischen Plauer See, Breitling See und Beetzsee. Jeder kann sicher das Lied von Fritze Bollmann, dem Angler summen, der hier sein Zuhause hatte. Zwischen dem Blau der Seen und dem Grün der Bäume taucht immer wieder das Rot der alten Kirchen und trutzigen Türme auf - beachtliche Zeugen der Backsteingotik.
Herzlich willkommen in der "Stadt im Fluss", hieß es im April. Inmitten des größten Wassersportreviers Europas liegt Brandenburg an der Havel. Traditionsreich und lebendig gleichermaßen lädt die Stadt ein zur Erholung, zum Wassersport und zum Schnuppern im Herzen der deutschen Geschichte. Bei unserer Stadtführung "Brandenburg an der Havel begegnen" gewährten historische Zeitzeugen - angefangen vom St. Peter und Paul bis hin zum St. Paulikloster, imposante Sakralbauten wie St. Katarinen und St. Gotthard und nicht zuletzt das Altstädtische Rathaus mit dem Roland - Einblicke in die geschichtliche Bedeutung der Wiege der Mark Brandenburg.Im Restaurant "Dominsel" - direkt am Havelufer an der historischen Stadtmauer gelegen - nahmen wir nicht nur unser Mittagessen ein, sondern konnten auch das Fundament der Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert bestaunen und den Blick auf den Brandenburger Dom und die ansässigen Fischer genießen.Bereits 1165 wurde der Grundstein für den Dom St. Peter und Paul, den wir am Nachmittag besichtigten, gelegt. Er ist reich bestückt mit mittelalterlichen Zeitzeugen und zeigt weitestgehend spätgotische Elemente. Heute beherbergen die Klausurgebäude das Dommuseum mit dem einzigartigen Domschatz.Im anmutigen Ambiente der Paulikirche und des Kirchplatzes erwartete uns zum Abschluss des Tages ein Bummel über den 3. Kloster-Garten-Markt, bei dem Sie das gärtnerische Können vieler Gartenbaubetriebe bestaunen konnten.

Nicht nur unsere Landeshauptstadt selbst, sondern auch ihre wundervolle Umgebung lud zur Erkundung ein. Zu Beginn dieser interessanten, aber auch erholsamen Exkursion stand das Schloss Glienicke mit dem Hofgärtnermuseum und dem herrlichen Schlossgarten im Programm. Nach kurzer Fahrt erwartete uns das Restaurant "Blockhaus Nikolskoje" mit seiner herrlichen Umgebung, seiner Ruhe und dem Ausblick auf die Havel, Sacrow und die Pfaueninsel zum Mittagessen. Eine Fähre brachte uns nun zur Pfaueninsel, wo wir unter sachkundiger Führung das kleine Schloss mit der Sonderausstellung über die Königin Luise anlässlich ihres 200. Todestages besichtigten. Der Höhepunkt des Tages war die Schifffahrt rund um Potsdam. Sie widmete sich in besonderer Weise den Parks und Schlössern der Hohenzollern-Dynastie. In 90 Minuten passierten wir die schönsten am Wasser liegenden Sehenswürdigkeiten. Vorbei am Park Babelsberg mit seinem Schloss, dem Flatowturm und dem Hofdamenhaus gelangte das Schiff unter der geschichtsträchtigen Glienicker Brücke hindurch auf den Jungfernsee. Entlang der einstigen Grenzlinie zwischen Ost und West erstrecken sich Schlösser und Gärten zu beiden Seiten der Havel. Preußens Könige und berühmte Baumeister erschufen diese, zum UNESCO Weltkulturerbe gehörende Landschaft. Während das Schiff noch Kurs auf die Sacrower Heilandkirche namm, gelangte hinter einer Landspitze das märchenhaft anmutende Schloss der Pfaueninsel ins Blickfeld. Ein weiterer Höhepunkt war der "Neue Garten" mit seinem Marmorpalais und dem Schloss Cecilienhof, in dem mit der Unterzeichnung des Potsdamer Abkommens im Sommer 1945 Geschichte geschrieben wurde.
Kennen Sie das

Es ist ein idyllisches Ländchen mit traditionsreicher Töpferkunst, ein beschaulicher Winkel zwischen Leipzig und Chemnitz. Das Mekka der Skatfreunde, der mehr als 1000jährige Hauptort des Pleißetales - Altenburg ist das zweite Ziel des Tages. Im Schloss gilt unser Besuch vor allem dem berühmten Skatmuseum.

Im grünen Land Schleswig-Holstein zwischen Nord- und Ostsee werden wir 5 Tage verweilen (03. - 07. August). In Husum, der Heimatstadt Theodor Storms, wo er seine berühmten Novellen schrieb, wandeln wir auf seinen Spuren. Wir kommen in das interessante Städtchen Friedrichstadt, welches von Religionsflüchtlingen aus Holland gegründet wurde und uns noch heute in jeder Beziehung an dieses Land erinnert. Flensburg - die nördlichste Stadt Deutschlands - lernen wir bei einer Stadtführung kennen und statten dann noch dem schönsten Wasserschloss - Glücksburg einen Besuch ab.

Was es mit den sieben Weltwundern in Jena auf sich hat, werden wir bei einer sachkundigen Führung in dieser Stadt sicher erfahren. Vom Turmrestaurant "Scala" können wir beim Mittagessen auf die Stadt und die Thüringer Berge und im Zeiss-Planetarium ins Weltall schauen.

Pyramiden, Räuchermännchen, Lichterengel und Nussknacker aus dem Erzgebirge schmücken zu Weihnachten die Stuben und Fenster in vielen Ländern. Hergestellt werden die kleinen hölzernen Kunstwerke das ganze Jahr über in dutzenden von Werkstätten - vor allem rund um das Spielzeugdorf Seiffen, das in diesem Jahr das Ziel unserer Weihnachtsfahrt am 1. Advent (28. November) ist. Natürlich gehört dazu auch ein zünftiger original erzgebirgischer "Hutz'n-Nachmittag".
Ab sofort können Sie Ihre Reservierungswünsche nur schriftlich zusammen mit Ihrer Unterschrift und der Erklärung, dass Ihnen bekannt ist, dass die Stornierung für angemeldete Reisen spätestens nach Erscheinen der aktuellen "Kulturbun(d)ten Blätter" erfolgen muss, da sonst für Sie anteilige Kosten entstehen, in der Geschäftsstelle einreichen. Für die Mehrtages-Fahrt empfehlen wir, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen.


Eine von uns mit viel Aufwand vorbereitete und durchgeführte Veranstaltungsreihe, die weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus Menschen in den "Treff 23" kommen lässt, ist aus unserem Repertoire nicht mehr wegzudenken. Wir spüren, dass wir gerade im Rahmen dieser Reihe viel Freude und ein besonderes Lebensgefühl befördern. Eine Besucherin stellte kürzlich fest: "bei Ihnen habe ich die schönsten Jahre meines Lebens verbracht". Die Kommunikation bei Kaffee und Kuchen und das Kunsterlebnis miteinander verbunden, sind alte Kulturbundtraditionen, die wir weiterhin pflegen wollen. Diese Veranstaltungsreihe ist eine der beliebtesten bei den Bernauer Bürgern und ihren Gästen. Die Unterschiedlichkeit der Genres macht sie besonders reizvoll. Die familiäre Atmosphäre ist ein zweites Charakteristikum dieser Reihe.
Bei "Unterhaltsames zur Kaffeezeit" waren zu Beginn des Jahres Dagmar Flemming, Harfe und Heiko Holtmeier, Klavier unsere Gäste.
Der Entertainer Donato Plögert - bereits vielen von Ihnen durch seine Soloprogramme und Promi-Talks mit Schauspielern, Wissenschaftlern und Autoren bekannt - interviewte in gekonnter und bewährter Art die Schauspielerin Franziska Troegner. Sie ist Berlinerin und wuchs in einer Theaterfamilie auf. Ihr Vater war Schauspieler und Regisseur, ihre Mutter Sängerin an der Komischen Oper Berlin. Sie spielte und spielt sowohl am Theater als auch in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen und legt immer wieder Wert darauf, komische und tragische Rollen spielen zu dürfen, um nicht in eine Richtung festgelegt zu werden. Der direkte Kontakt zu ihrem Publikum ist für sie nach wie vor "Lebenselexir". Deshalb besuchte Sie auch uns im Februar.
"Frühling lässt sein blaues Band..."Genau zum Frühlingsanfang begrüßten wir die charmante Wienerin Martha Pfaffeneder mit ihrem Berliner Pianisten Jens-Karsten Stoll, die Ihnen mit ihrem frühlingshaften Programm Erlesenes aus dem letzten Jahrhundert bis in die Gegenwart boten. Sie erlebten Sehnsucht und Aufbruch in Prosa und Lyrik musikalisch untermalt.
"Amor als Ochse" Dieses amüsante musikalisch-literarische Programm, dessen Titel einer satirischen Geschichte von Adolf Glasbrenner entstammt, wurde Ihnen vom Ensemble TreCantus mit Jana Karin Adam, Gesang, Wort und Franns Promnitz von Prommnitzau, Portativ, Gesang dargeboten. Schaurige Moritaten und rührende Balladen des 19- Jahrhunderts wurden kombiniert mit Renaissancemusik.
Das international erfolgreiche Rosenau-Trio Baden - Baden mit Holger Bornschier, Bariton; Helga Winkler-Becker, Klavier; Joachim Herrmann, Sprecher bot Ihnen im Mai ein Lebensbild Vom Menschen Johannes Brahms" in seinem Freundeskreis, das durch große Erfolge und auch dunkle Zeiten gekennzeichnet ist. Wir erfuhren von seiner Jugend in Hamburg, von seinem Besuch bei Robert und Clara Schumann, von seinem Aufenthalt in Detmold und Meiningen, der Sommerfrische in Bad Ischl und Baden Baden und von Jahren der Reifung und Vollendung in Wien. Trotz seiner vier Sinfonien, seiner Konzerte, seiner Kammermusik und seiner Klavierkompositionen beschränkte sich die Musik zum größten Teil auf seine kleinen Miniaturen, Walzer und Volkslieder, aus denen der Romantiker Johannes Brahms spricht.
Nach der erfolgreichen Premiere der neuen Dia-Ton-Show "Wolga - Mütterchen Russland" in der Fachwerkkirche Tuchen konnten Sie im Juni nun Nina und Thomas W. Mücke auch in unserem Zuhause auf ihrer Reise durch das riesige Land Russland begleiten und näher betrachten, was vor Ort geschieht. Faszinierende Städte, riesige Seen und Wälder, die kalmückische Wüste, das Wolgadelta und immer wieder russische Musik, die verzaubert.

Klassik populär - Konzerte gehören neben den Konzerten des "Festivals alter Musik" zu den besonderen Konzertereignissen in der Stadt Bernau und ihrer Umgebung. Es ist die traditionsreichste musikalische Veranstaltungsreihe im Barnim und darüber hinaus. Seit 1974 - seit mehr als 30 Jahren - gestaltet Hans-Joachim Scheitzbach unverwechselbare Konzerte. Schon in den frühen 70er Jahren erfreute er das Bernauer Publikum in den "Konzerten am Sonntagnachmittag". Heute heißen sie "Klassik populär". Er versteht es wie kein anderer, auch schwierige Kompositionen zu erklären und die Komponisten so plastisch vorzustellen, dass sie ganz lebensnah auf uns zukommen, ganz abgesehen davon, dass er immer wieder mit neuen Programmen und international angesehenen und gefragten Künstlern überrascht. Nicht zuletzt aus diesem Grund gehören diese Konzerte neben den Konzerten des "Festivals alter Musik" zu den besonderen Konzertereignissen in der Stadt Bernau und ihrer Umgebung.
"Bach trifft Händel" war das interessante Motto unseres Klassik- populär- Konzertes im April. Zu Bachs Zeit gab es viele Komponisten, von denen wir heute kaum noch die Namen kennen. Bach und Händel überragten sie alle! Gerrit Fröhlich; Flöte, Alexander Grothe; Violine, Michael Stöckigt; Cembalo spielten unter der Leitung von Hans-Joachim Scheitzbach; Cello und Moderation Werke dieser Komponisten. Ganz nebenbei erfuhren Sie von einer fiktiven Begegnung der beiden bedeutendsten deutschen Barock-Komponisten in der Mitte des 18. Jahrhunderts.
In diesem Jahr war unser traditionelles Hofkonzert "Klassik populär - open air" zur Sommerzeit dem Walzerkönig Johann Strauß gewidmet. Konrad Other, Violine; Claudia Börner, Violine; Eberhard Wünsch, Viola; Jörg Lorenz, Kontrabass spielten unter Leitung von Hans-Joachim Scheitzbach, Violoncello, Moderation Walzer, Polken und so bekannte Stücke wie die "Annenpolka", "An der schönen blauen Donau", "Rosen aus dem Süden" und "Es lebe Ungarn". Auch unser traditionelles Konzert "Klassik populär - Vorweihnachtliches Konzert im Kerzenschein" darf natürlich nicht fehlen.

Aus dem Politfrühschoppen entstand nach der Wende die Veranstaltungsreihe "Nachdenken über Deutschland" bei der wir Politiker und Künstler wie Barbara Kellerbauer gemeinsam mit Peter Ensikat, Prof. Dr. Christa Luft, Hans Modrow, Gregor Gysi u.v.a. begrüßen durften. In dieser Reihe ging es auch zwei Jahre lang um "Preußen - Personen, Prozesse, Probleme". Hier war unter anderem Frau Prof. Dr. Ingrid Mittenzwei unser Gast, die mit uns über die Preußenforschung in der DDR diskutierte. Nach dem wir in den Jahren 2003 und 2004 in der Reihe "Gemeinsam für Europa" die Beitrittsländer zur Europäischen Union (Polen, Tschechische Republik, Bulgarien, Estland, Zypern, Litauen, Malta, Slowakische Republik, Lettland) vorgestellt haben, sollen seit 2005 alle anderen Staaten, die der EU angehören, zu Wort kommen. Wir erwarten wieder hochrangige Politiker, Diplomaten, Tourismusexperten und Künstler, die uns helfen den Sinn der Europäischen Gemeinschaft mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Bisher haben wir Irland, Griechenland, Italien, Niederlande, Schweden, Österreich, Portugal und Finnland vorgestellt.
Europa hat im Laufe einer langen und bewegten Geschichte eine Vielzahl von Staaten und Kulturen hervorgebracht. Ihre nationale Identität spiegelt sich nicht nur in der Sprache, Kunst und Architektur, sondern auch in ihren Küchen. Bei soviel Internationalität wie in der EU wird die nationale und regionale Küchen-Identität besonders wichtig: Man besinnt sich wieder auf die Zubereitung von Mutters und Groß-mutters Speiseplan und huldigt so auf praktische und genussvolle Weise der Tradition. Wenn man die Gerichte dieser Länder auf den Tisch bringt, tut man im Kleinen mehr für die Völkerverständigung als mancher Politiker: Man praktiziert Europa weite Gastfreundschaft und schafft Sympathie füreinander über Löffel, Messer und Gabel. Kann man sich eine angenehmere Art vorstellen sich mit anderen Kulturen zu befassen? Darum wollen wir auch in den nächsten Jahren daran festhalten, uns nicht nur mit der Politik und Kultur der Länder vertraut zu machen, sondern auch mit ihrer Küche.
Auch in diesem Jahr wollen wir europäische Staaten mit ihrer Geschichte, Politik, Wirtschaft und Kultur vorstellen; denn nur wenn man sich damit auseinandersetzt, kann man tolerant und freundschaftlich miteinander umgehen. Begonnen haben wir im April mit der Republik Albanien. Als Gast konnten wir Eltrit Bekteshi, Botschaftsrat der Republik Albanien begrüßen. Er stellte Ihnen - von einer Powerpoint-Präsentation unterstützt - Geschichte, Politik, Wirtschaft und Kultur seines Landes vor und sprach über die Bemühungen zur europäischen Integration Albaniens.
Im Mai konnten wir die Republik Kroatien vorstellen, die sich aus den drei historischen Regionen Kroatien, Dalmatien, Slawonien, sowie dem größten Teil der Halbinsel Istrien zusammensetzt. Unser Gast Silvio Kus, Gesandter, Botschaftsrat berichtete in seinem Vortrag über Geschichte, Wirtschaft und Kultur seines Landes, aber auch über Politik, Probleme in einer multinationalen Gesellschaft und die Bestrebungen Kroatiens der Europäischen Union beizutreten. Sowohl die wechselvolle Geschichte als auch die jüngste Vergangenheit des Landes waren in der anschließenden Diskussion mit Herrn Gesandten Kus interessante Themen. Mit dem kleinen Film "Zauberhaftes Kroatien" beschlossen wir den Abend.

So vielfältig wie Europa ist auch unser Programm zum Thema "Blickpunkt Europa". Gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde und dem Bernauer Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit haben wir in diesem Jahr ein neues Projekt unter dem Motto "Ungewöhnliche Begegnungen" - Film und Gespräch ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt des ersten Abends im Juni stand der Film "Den Frieden proben" ("Knowledge is the beginning") von Paul Smaczny: Der Film erzählt davon, wie es Daniel Barenboim gelungen ist, ein Orchester mit jungen Musikern aus Israel, Palästina, Syrien, Libanon und Ägypten aufzubauen. Dabei wird deutlich, wie durch gegenseitiges Kennenlernen Befindlichkeiten geändert und Vorurteile überwunden werden können. Dies gilt sowohl für die Musiker untereinander als auch für das Wechselspiel zwischen Orchester und Publikum. Der Film schafft es, eine große Nähe zwischen den jungen Leuten und den Betrachtern herzustellen und emotional zu berühren, so dass er einen guten Ausgangspunkt bietet, ins Gespräch zu kommen über Themen wie den Kontakt zwischen Menschen verschiedener Herkunft, zwischen Juden und Nichtjuden oder darüber, was es mit Vorurteilen auf sich hat und wie man sie los wird.

Mit unseren Theaterfahrten ermöglichen wir auch Bürgern ohne Auto aus Tempelfelde, Schönfeld, Grüntal, Biesenthal, Rüdnitz, Bernau, Wandlitz, Schönow, Zepernick und Schwanebeck an besonderen Theater- und Konzertereignissen teilzunehmen, so z. B. bereits traditionell im Sommer die Operngala in Rheinsberg.
Gleich zum Auftakt des Jahres 2010 erwartete Sie ein Highlight. Im Friedrichstadtpalast konnten Sie das Eisballett aus St. Petersburg mit dem "Nussknacker on Ice" erleben.


Mit diesem Projekt konnten wir bereits weit über den Barnim hinaus Bürger für Denkmale unseres Landkreises interessieren und tragen damit zu ihrer Erhaltung und Popularisierung bei.
Die Fachwerkkirche Tuchen - ein wunderschönes Denkmal der Fachwerkkunst - haben wir in unser Herz geschlossen und werden uns dort
und in der Ruine der Wehrkirche Beiersdorf mit hochkarätigen und jungen Künstlern aus der ganzen Republik zum "Rendezvous im Denkmal" treffen. Immer noch zu wenig genutzt wird die Möglichkeit, mit dem Kleinbus nach Tuchen und Beiersdorf zu fahren. Wir hoffen, dass es uns in diesem Jahr gelingt, den Kleinbus auszulasten, zumal wir, attraktive Programme anbieten.
In der Fachwerkkirche Tuchen zeigten im Januar Nina und Thomas W. Mücke ihre neue Dia-Ton-Show "Wolga - Mütterchen Russland".
Das "Duo Appassionata" wurde 2002 von der Violonistin Isabel Steinbach und dem Konzertpianisten Pervez Mody gegründet. Seit dem erobern die beiden Künstler mit ihrer unvergleichlichen Ausdruckskraft und Leidenschaft das Publikum im Sturm. Die beiden Musiker konzertieren sowohl in wichtigen Konzertsälen als auch bei bekannten Festivals. Unter dem Motto "Romantischer Abend" hörten Sie im Februar in der Fachwerkkirche Tuchen Werke von F. Mendelsohn-Bartholdy, F. de Sarasate, E. Grieg und Ch. Sinding.
"Barockes und Jazziges von Bach bis Bernstein" Das Ensemble "percussion und posaune" Leipzig wurde 1992 durch drei Leipziger Posaunisten und einen Schlagzeuger gegründet. Sie traten u. a. bereits beim Leipziger Konzertfest am Bachdenkmal, in der Musikakademie Schloss Rheinsberg, beim Internationalen Orgelfestival Laubach auf. Gastspiele führten Sie in die Schweiz und nach Österreich. Die drei Posaunisten Maxim Koulikov, Joachim Gelsdorf, Marton Palto und der Schlagzeuger Wolfram Dix kamen im April auf ihrer Tournee auch zu uns in die Fachwerkkirche Tuchen und konnten Sie mit einem außergewöhnlichen Konzert begeistern.
"Mattscheibe- Lachen und Lachen lassen" - Eulenspiegeleien mit Tradition! Aber was heißt Mattscheibe? Ist damit der Fernsehapparat gemeint oder der durch dessen Dauergebrauch erreichte Geisteszustand? Klaus Feldmann beantwortete im April bei einer Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Verein Kirche/ Mühle Beiersdorf e. V. im Gemeindezentrum am Sportplatz Beiersdorf diese Frage mit Geschichten und Gedichten verschiedener Autoren aus dem Eulenspiegel- Verlagshaus.
Im Mai konnten Sie in der Ruine der alten Wehrkirche Beiersdorf das Ensemble "Kolorit" aus Zeitz mit Rotraud Denecke, Gesang, Moderation; Thomas Volk, E-Piano; Adrian Lucacio, Geige auf ihrer "Musikalischen Reise"und großer Fahrt begleiten und einen bunten Strauß von Liedern aus bekannten Operetten und Musicals erleben. Die Reiseroute führte über Österreich, Ungarn, Italien, Frankreich, Amerika und endete zu Hause in Deutschland. Lieder aus den Operetten "Die Fledermaus" und "Csardasfürstin"m sowie Bernsteins "West Side Story", Porters "Can Can", Loewes "My Fair Lady" kombiniert mit berühmten Chansons der 30er und 40er Jahre ließen die Reise zu einem kurzweiligen Erlebnis werden.
Anfang Juni begaben sich Astrid Graf, Klarinette, Bassklarinette und Susan Muhlack, Wort, szenische Einrichtung mit Ihnen unter dem Motto "Ein Vagabund auf dem Ozean des Lebens" auf Kreuzfahrt zu den fernen Küsten Ringelnatzscher Phantasie. Ringelnatz schlug poetische Purzelbäume, machte Klimmzüge, ging in die Luft und aufs Meer... Es erwartete Sie ein amüsantes Programm mit Musik und gekonnter Darstellung zum Rendezvous im Denkmal in der Dorfkirche Prenden.
Zwei "Kulturbun(d)te Ausflüge" finden ihren abschließenden musikalischen Höhepunkt in einem Denkmal.
Einen etwas anderen "Kulturbun(d)ter Ausflug" erlebten wir zu Pfingsten 2010: Waren Sie mit auf der Entdeckungs-Stadtrundfahrt "Wie Berlin Berlin wurde - Von der Gründung zur Gründerzeit" zu den steinernen Zeugnissen unserer Geschichte? Erkannten Sie die Wandlungen der alten Stadtanlage? Spürten Sie den Klängen der Zeitläufe nach und ließen sich von Dr. Susanne Oschmann erzählen von kurfürstlichen Untertanen und freiheitsliebenden Bürgern, vom reichen Borsig, dem armen Vogtland, von Gelehrten und Baumeistern? Bei unserer Führung durch die Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn erfuhren wir Interessantes über die Gärten und konnten uns an der herrlichen Natur und vielen exotischen Gartengestaltungen erfreuen.

Der Arbeitskreis hat sich vorgenommen, das künstlerische Erbe des Bernauer Ehrenbürgers aufzuarbeiten und an die Öffentlichkeit weiterzugeben. Damit wollen wir den großen Künstler und Ehrenbürger unserer Stadt ehren, der vor 25 Jahren (1985) verstarb. In diesem Jahr wollen wir uns mit Konrad Wolfs letztem - und leider auch nicht von ihm vollendeten Film "Busch singt" auseinander setzen. Den Auftakt bildeten die beiden ersten Teile des Films "Aurora - Morgenröte" und "Nur auf die Minute kommt es an". Als Geprächspartner konnten wir vom Freundeskreis "Ernst Busch" Prof. Dr. Jürgen Elsner und Marlies Körner gewinnen. Der dritte und vierte Teil des Films "Busch singt" von Konrad Wolf "1935 oder Das Faß der Pandora" und "In Spanien" standen im Mai auf dem Programm. Prof. Dr. Jürgen Elsner und Marlies Körner vom Freundeskreis "Ernst Busch" waren wieder unsere Geprächspartner.

Die Zirkelabende des Freundeskreises Literatur sind aus dem Leben des Vereins nicht mehr wegzudenken. Geleitet von der Diplom-Bibliothekarin Ursula Römpler, gelingt es immer wieder, aktuelle und klassische deutsche und internationale Literatur zu diskutieren und zu analysieren und so den Freundeskreis zu einer hervorragenden Bildungs- und Kommunikationsstätte für deutsche und internationale Literatur weiter zu entwickeln. Alle Zirkelabende sind öffentlich.
In dem Roman "Heimsuchung" von Jenny Erpenbeck, der unser Thema zum Jahresauftakt war, geht es um ein Haus an einem märkischen See, und wie ein ganzes Jahrhundert in ihm wütet.
Wir diskutierten im Februar über Eva Menasse und ihren großen Familienroman "Vienna". Die Autorin erzählt anekdotisch, lebendig und eindringlich von der Geschichte eines jüdischen Familienclans in Wien.
Im März diskutierten wir den Klassiker der russischen Literatur "Väter und Söhne" von Iwan Turgenjew.
Im April war unser Diskussionsthema der französische Roman "Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbery. In diesem Roman geht es um die Begegnung einer ungemein gebildeten Concierge und einer altklugen Tochter reicher Eltern.
Unser Diskussionsthema im Mai war der Roman "Idylle mit Professor" von Renate Feyl. In diesem interessanten Roman geht es um Leben und Werk von Johann Christoph Gottsched und sein Bemühen um die deutsche Sprache und das Theater.
Zum Auftakt der Urlaubszeit unternahmen wir einen Ausflug in die Natur. Mit dem Besuch der Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn und der Teilnahme an einer Teezeremonie konnten wir, den Mitgliedern des Freundeskreises im Juni etwas ganz Besonderes bieten.

Unsere Arbeitsgemeinschaft Puppentheater besteht nun bereits ebenfalls 25 Jahre. Sie erarbeitet neue Stücke, Kulissen, Requisiten und Puppen selbst und tritt zu unterschiedlichen Anlässen auf.


Der Kulturbund lebt - er lebt durch seine Mitglieder. Den Beweis dafür lieferte der

An der Mitgliederhauptversammlung im März nahmen fast 60 % der Mitglieder teil. Der neugewählte Vorstand freut sich über die Verbundenheit mit unserem Verein. Nach dem wir zwei Mitglieder des alten Vorstandes verabschiedet haben, wurden die Bundesfreundinnen Dr. Uta Mader und Ursula Nikitenko neu in den Vorstand gewählt. Cora Chilcott, Gesang, Rezitation begleitet von Volker Jaekel am Klavier präsentierte Ihnen unter dem Motto "Moon of Alabama" Songs von Brecht/ Weill aus "Die Dreigroschenoper" und "Happy End" sowie Lieder aus dem Film "Der blaue Engel" von Friedrich Hollaender.
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