
Deutschland ist einzigartig - ist für uns Heimat. Diese, unsere Heimat zu erkunden ist auch das Ziel der Exkursionen des Jahres 2012. Heimat - das sind Menschen, ihre Geschichte und Geschichten, ihre Traditionen und Bräuche. Sie schufen Bauwerke von grandioser Schönheit, Literatur von mehrhundertjährigem Bestand, komponierten Lieder, die wir nach vielen hunderten von Jahren noch heute singen. Heimat sind die Berge und Täler, Seen und Meere, sind Landschaften - von der Natur geformt. Alles dies zu erkunden, lohnt sich. Es erweitert den Horizont und schärft den Blick für das Wesentliche. Unsere Exkursionen dienen aber auch der Erholung. Was gibt es Schöneres als in gemütlicher Gemeinsamkeit bei einer Tasse Kaffee vom Bus aus die vorbeieilende Landschaft zu betrachten und sich auf das Ziel zu freuen. Zu dieser traditionellen Veranstaltung werden Ihnen einmal jährlich unsere gemeinsamen Exkursionen des vergangenen Jahres in Bild, Film und Ton noch einmal in Erinnerung gerufen und das neue Reiseprogramm vorgestellt und mitgegeben. Auch in diesem Jahr hoffen wir auf Ihre rege Beteiligung an allen Reisen und freuen uns mit Ihnen schon heute auf wundervolle, interessante, erlebnisreiche und erholsame Tage mit den Zielen unserer Exkursionen in 2012.


Eine von uns mit viel Aufwand vorbereitete und durchgeführte Veranstaltungsreihe, die weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus Menschen in den "Treff 23" kommen lässt, ist aus unserem Repertoire nicht mehr wegzudenken. Wir spüren, dass wir gerade im Rahmen dieser Reihe viel Freude und ein besonderes Lebensgefühl befördern. Eine Besucherin stellte kürzlich fest: "bei Ihnen habe ich die schönsten Jahre meines Lebens verbracht". Die Kommunikation bei Kaffee und Kuchen und das Kunsterlebnis miteinander verbunden, sind alte Kulturbundtraditionen, die wir weiterhin pflegen wollen. Diese Veranstaltungsreihe ist eine der beliebtesten bei den Bernauer Bürgern und ihren Gästen. Die Unterschiedlichkeit der Genres macht sie besonders reizvoll. Die familiäre Atmosphäre ist ein zweites Charakteristikum dieser Reihe.

Klassik populär - Konzerte gehören neben den Konzerten des "Festivals alter Musik" zu den besonderen Konzertereignissen in der Stadt Bernau und ihrer Umgebung. Es ist die traditionsreichste musikalische Veranstaltungsreihe im Barnim und darüber hinaus. Seit 1974 - seit mehr als 30 Jahren - gestaltet unverwechselbare Konzerte. Schon in den frühen 70er Jahren erfreute er das Bernauer Publikum in den "Konzerten am Sonntagnachmittag". Heute heißen sie . Er versteht es wie kein anderer, auch schwierige Kompositionen zu erklären und die Komponisten so plastisch vorzustellen, dass sie ganz lebensnah auf uns zukommen, ganz abgesehen davon, dass er immer wieder mit neuen Programmen und international angesehenen und gefragten Künstlern überrascht. Nicht zuletzt aus diesem Grund gehören diese Konzerte neben den Konzerten des "Festivals alter Musik" zu den besonderen Konzertereignissen in der Stadt Bernau und ihrer Umgebung.
In jedem Jahr ist unser traditionelles Hofkonzert "Klassik populär - open air" zur Sommerzeit ein ganz besonderer Höhepunkt und sehr beliebt bei den Bernauern und ihren Gästen.
Auch unser traditionelles Konzert "Klassik populär - Vorweihnachtliches Konzert im Kerzenschein" darf natürlich nicht fehlen. Wie in jedem Jahr sind Sie am zweiten Advent in die weihnachtlich geschmückte Stadthalle eingeladen.

Aus dem Politfrühschoppen entstand nach der Wende die Veranstaltungsreihe "Nachdenken über Deutschland" bei der wir Politiker und Künstler wie Barbara Kellerbauer gemeinsam mit Peter Ensikat, Prof. Dr. Christa Luft, Hans Modrow, Gregor Gysi u.v.a. begrüßen durften. In dieser Reihe ging es auch zwei Jahre lang um "Preußen - Personen, Prozesse, Probleme". Hier war unter anderem Frau Prof. Dr. Ingrid Mittenzwei unser Gast, die mit uns über die Preußenforschung in der DDR diskutierte. Nach dem wir in den Jahren 2003 und 2004 in der Reihe "Gemeinsam für Europa" die Beitrittsländer zur Europäischen Union (Polen, Tschechische Republik, Bulgarien, Estland, Zypern, Litauen, Malta, Slowakische Republik, Lettland) vorgestellt haben, sollen seit 2005 alle anderen Staaten, die der EU angehören, aber auch alle anderen europäischen Staaten zu Wort kommen. So konnten wir im Jahr 2009 z. B. auch Gäste aus Russland und der Schweiz begrüßen. Wir erwarten wieder hochrangige Politiker, Diplomaten, Tourismusexperten und Künstler, die uns helfen den Sinn der Europäischen Gemeinschaft mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Bisher haben wir Irland, Griechenland, Italien, Niederlande, Schweden, Österreich, Portugal, Finnland, die Republiken Albanien, Kroatien, Serbien vorgestellt. Europa hat im Laufe einer langen und bewegten Geschichte eine Vielzahl von Staaten und Kulturen hervorgebracht. Ihre nationale Identität spiegelt sich nicht nur in der Sprache, Kunst und Architektur, sondern auch in ihren Küchen. Bei soviel Internationalität wie in der EU wird die nationale und regionale Küchen-Identität besonders wichtig: Man besinnt sich wieder auf die Zubereitung von Mutters und Großmutters Speiseplan und huldigt so auf praktische und genussvolle Weise der Tradition. Wenn man die Gerichte dieser Länder auf den Tisch bringt, tut man im Kleinen mehr für die Völkerverständigung als mancher Politiker: Man praktiziert Europa weite Gastfreundschaft und schafft Sympathie füreinander über Löffel, Messer und Gabel. Kann man sich eine angenehmere Art vorstellen sich mit anderen Kulturen zu befassen? Darum wollen wir auch in den nächsten Jahren daran festhalten, uns nicht nur mit der Politik und Kultur der Länder vertraut zu machen, sondern auch mit ihrer Küche.
So vielfältig wie Europa ist auch unser Programm zum Thema "Blickpunkt Europa". Gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde und dem Bernauer Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit haben wir im Jahr 2010 ein neues Projekt unter dem Motto "Ungewöhnliche Begegnungen" - Film und Gespräch für 2010 ins Leben gerufen. Wir zeigten: den Film "Den Frieden proben" ("Knowledge is the beginning") von Paul Smaczny: Der Film erzählt davon, wie es Daniel Barenboim gelungen ist, ein Orchester mit jungen Musikern aus Israel, Palästina, Syrien, Libanon und Ägypten aufzubauen. Dabei wird deutlich, wie durch gegenseitiges Kennenlernen Befindlichkeiten geändert und Vorurteile überwunden werden können. Dies gilt sowohl für die Musiker untereinander als auch für das Wechselspiel zwischen Orchester und Publikum. Der Film schafft es, eine große Nähe zwischen den jungen Leuten und den Betrachtern herzustellen und emotional zu berühren, so dass er einen guten Ausgangspunkt bietet, ins Gespräch zu kommen über Themen wie den Kontakt zwischen Menschen verschiedener Herkunft, zwischen Juden und Nichtjuden oder darüber, was es mit Vorurteilen auf sich hat und wie man sie los wird. Sowie den Film "Was bleibt" von Gesa Knolle und Birthe Templin, der der 1. Dokumentarfilm ist, der die familieninterne Auseinandersetzung mit dem Holocaust sowohl auf der Seite der Täter wie der Opfer beleuchtet. Er lässt Frauen zu Wort kommen, die auf sehr unterschiedliche Weise mit der deutschen Vergangenheit und ihrer Gegenwart verbunden sind. Sie erzählen reflektiert, nachdenklich und manchmal sehr ratlos über sich und darüber, wie sie ihre Kindheit erlebten oder sich ihren eigenen Kindern gegenüber verhielten, stets geprägt durch das beherrschende Thema der Vergangenheit. "Was bleibt" lief seit seiner Premiere im April 2008 auf dem Internationalen Frauenfilmfestival in Köln und auf dem Internationalem Fest in Emden mit großem Erfolg. Er ist in vielen bedeutenden Gedenkstätten und -orten zu finden. Diese zwei Gemeinschaftsveranstaltungen mit der Jüdischen Gemeinde und dem Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit wurden gefördert im Rahmen des Bundesprogrammes "VIELFALT TUT GUT - Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie".


Mit unseren Theaterfahrten ermöglichen wir auch Bürgern ohne Auto aus Tempelfelde, Schönfeld, Grüntal, Biesenthal, Rüdnitz, Bernau, Wandlitz, Schönow, Zepernick und Schwanebeck an besonderen Theater- und Konzertereignissen teilzunehmen.
Im Sommer besuchen wir traditionell die Operngala Schloss Rheinsberg.


Mit diesem Projekt konnten wir bereits weit über den Barnim hinaus Bürger für Denkmale unseres Landkreises interessieren und tragen damit zu ihrer Erhaltung und Popularisierung bei. Die Fachwerkkirche Tuchen - ein wunderschönes Denkmal der Fachwerkkunst - haben wir in unser Herz geschlossen und werden uns dort und in der Ruine der Wehrkirche Beiersdorf mit hochkarätigen und jungen Künstlern aus der ganzen Republik zum "Rendezvous im Denkmal" treffen. Immer noch zu wenig genutzt wird die Möglichkeit, mit dem Kleinbus nach Tuchen und Beiersdorf zu fahren. Wir hoffen, dass es uns in diesem Jahr gelingt, den Kleinbus auszulasten, zumal wir, attraktive Programme anbieten.
Ruine der Wehrkirche Beiersdorf
Zwei "Kulturbun(d)te Ausflüge" finden ihren abschließenden musikalischen Höhepunkt in einem Denkmal.

Der Arbeitskreis hat sich vorgenommen, das künstlerische Erbe des Bernauer Ehrenbürgers aufzuarbeiten und an die Öffentlichkeit weiterzugeben. Damit wollen wir den großen Künstler und Ehrenbürger unserer Stadt ehren, der vor 25 Jahren (1985) verstarb. Im Jahr 2010 wollten wir uns mit Konrad Wolfs letztem - und leider auch nicht von ihm vollendeten Film "Busch singt" auseinander setzen. Den Auftakt bildeten die beiden ersten Teile des Films "Aurora - Morgenröte" und "Nur auf die Minute kommt es an". Als Geprächspartner konnten wir vom Freundeskreis "Ernst Busch" Prof. Dr. Jürgen Elsner und Marlies Körner gewinnen. Der dritte und vierte Teil des Films "Busch singt" von Konrad Wolf "1935 oder Das Faß der Pandora" und "In Spanien" standen im Mai auf dem Programm. Prof. Dr. Jürgen Elsner und Marlies Körner vom Freundeskreis "Ernst Busch" waren wieder unsere Geprächspartner. Mit der Präsentation und Diskussion des 5. und 6. Teil des Film "Busch singt" "Ein Toter auf Urlaub" und "Weil der Mensch ein Mensch ist" boten wir Ihnen im September in der Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Freundeskreis "Ernst Busch" noch einmal einen besonderen Höhepunkt an. Neben den beiden bereits bekannten Gesprächspartnern Prof. Dr. Jürgen Elsner und Marlies Körner vom Freundeskreis "Ernst Busch" konnten wir außerdem Peter Vatter - maßgeblich an der Entstehung des Films beteiligt als Gesprächspartner gewinnen. Mit dem Dokumentarfilm über Konrad Wolf "Die Zeit die bleibt" wollten wir Sie im Oktober noch einmal in interessanter Form mit Leben und Werk des hervorragenden Menschen und Regisseurs vertraut machen. In bewährter Weise beantwortete der ehemalige Chefdramaturg der DEFA Dr. Dieter Wolf unsere Fragen.

Die Zirkelabende des Freundeskreises Literatur sind aus dem Leben des Vereins nicht mehr wegzudenken. Geleitet von der Diplom-Bibliothekarin Ursula Römpler, gelingt es immer wieder, aktuelle und klassische deutsche und internationale Literatur zu diskutieren und zu analysieren und so den Freundeskreis zu einer hervorragenden Bildungs- und Kommunikationsstätte für deutsche und internationale Literatur weiter zu entwickeln. Alle Zirkelabende sind öffentlich.
Zum Beginn der Sommerpause im Juni unternehmen wir wieder einen Ausflug.
Neun Monate des Jahres treffen sich die Mitglieder des Freundeskreises und manchmal auch Gäste, um über gelesene Bücher zu diskutieren. Einmal im Jahr jedoch führen wir eine Veranstaltung für alle Literaturinteressierten durch, auch wenn sie selbst nur wenig zum Lesen kommen.
Traditionell gibt es zum Jahresabschluss am Samowar kleine kulinarische und literarische Kostbarkeiten.

Der Kulturbund lebt - er lebt durch seine Mitglieder. Den Beweis dafür liefert jedes Jahr der



Die Anlieger des Kulturhofes in der Breitscheidstraße laden im November alle Lesehungrigen zur
13. Bernauer Lesenacht
ein.
Die Veranstaltungen sind öffentlich und finden im "Treff 23" Breitscheidstr. 43 a/ Kulturhof 16321 Bernau statt (außer Kulturbun(d)ter Ausflug, Rendezvous im Denkmal, Exkursionen "Hin zur Geschichte und Kultur", Ohne Theater ins Theater). Weitere Informationen finden Sie unter Veranstaltungen und auf unserer Serviceseite.
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